Freitags-Impuls (9) „Wie geht’s weiter?“

Zur Zeit fallen viele Termine aus oder werden verschoben. Ja, wir hatten gut geplant, die Kalender waren gefüllt und jetzt? „Man weiß es nicht“, wie ein Kabarettist flapsig und treffend formuliert. Vor zwei Wochen gingen – wegen einer Planung! – einige Mails zwischen einem Kollegen und mir hin und her. Wir wussten am Ende immer noch nicht, wann unser gemeinsamer Termin zustande kommt. Er schloss eine Mail mit den Worten: „Wenn wir auch das Ende des Weges noch nicht absehen können – aber wann konnten wir das schon? –, so gehen wir doch nicht allein.“ Das hat mich zum Nachdenken und Aufatmen gebracht. Nachdenklich: Ja, wann konnten wir je genau wissen, was in einem Monat ist? Oder in der nächsten Woche? Oder morgen? Gewiss, im Terminplaner stand eine Notiz. Aber ob der Plan wirklich umgesetzt werden würde, das wussten wir nicht. Wie schrieb mein Kollege? „…so gehen wir doch nicht allein.“ Ja, dachte ich – und dabei konnte ich aufatmen: Das ist Glaube, das ist Gottvertrauen. Ich wende mich an Gott und sage: Du, Gott, bist bei mir, wenn ich langfristig plane und wenn ich von einem Tag auf den andern lebe. Du, Gott, gehst voran, wenn wir eine Vision von der Richtung unseres Weges haben und wenn wir uns gefühlt im Kreis drehen. – Die Bibel erzählt, dass Gott seinem Volk jeden Tag neu den Weg weist; dazu verwendet sie das schöne Bild von einer Wolkenformation. In Exodus 13,21 lesen wir: „Während der Wanderung ging Gott tagsüber in einer Wolkensäule vor ihnen her, um ihnen den Weg zu zeigen, und nachts in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten.“ Ich glaube, mein Kollege hat Recht: „Wir gehen nicht allein!“ Weiterhin mutige Schritte von Tag zu Tag wünscht Joachim Georg. Und Gott leite euch auf eurem Weg!

copyright: Joachim Georg 2014, Meru National Park, Kenya
Kategorien: