Freitags-Impuls (2): „Beten ist angesagt“

„Soll ich aufhören zu beten, wenn’s ernst wird?“ Ich weiß nicht, ob sich Daniel diese Frage gestellt hat. Aber was er gemacht hat – er hat sich in seinem Gebet nicht beirren lassen. Er hat weiter gebetet. Von Daniel erzählt die Bibel. Einer mit Migrationshintergrund. Einer mit einer anderen Religion. Und er war erfolgreich, hatte Karriere gemacht. So etwas ruft Neid hervor. Sie wollten ihn loswerden, seine Kollegen. Aber wie, fragten sie sich, können wir einen Menschen mobben, der nie nachlässig ist oder nur ein klein bisschen illoyal? Das einzige, wo sie ansetzen konnten, war sein Glaube und sein Gebet. Für ihren hinterhältigen Plan zogen sie den Regierungschef auf ihre Seite. Daniel stand auf einmal unter einem ungeheuren politischen und gesellschaftlichen Druck. Wenn er weiter betete, würden sie ihn verhaften. Wenn er nicht mehr sichtbar betete, müsste er sein Vertrauen auf Gott an den Nagel hängen. — Was macht Daniel in dieser Zerreißprobe? Die Bibel erzählt, im Buch Daniel: Daniel kniete dreimal täglich zum Gebet nieder, um Gott zu loben und seine Bitten vor ihn zu bringen. Er blieb bei seinem gewohnten Gebet. (nach Daniel 6).
Das Buntglasfenster in der Friedenskirche erzählt genau diese Geschichte. Daniel hörte nicht auf zu beten, als es ernst wurde. Warum sollten wir aufhören zu beten in einer Zeit, die nicht einfach ist? Dazu gibt es keinen Grund. Eher umgekehrt. Wieder ganz neu mit dem Beten anfangen! Denn Beten trägt durch. Manche aus der Gemeinde schließen sich dem 12-Uhr-Gebet an, andere zu den Zeiten, die in ihren Tagesablauf passen. Sie werden herausfinden, wann für Sie Gebet dran ist… Gott segne Sie. (Joachim Georg)

Foto: Joachim Georg
Kategorien: