Ein be:sonder:es Lied

Vor einem halben Jahr schrieb ich ein Tauflied für mein Patenkind. Die Eltern hatten 2. Timotheus 1,7 als Taufspruch ausgewählt:

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

(Lutherbibel 2017)

Ereignisse und Situationen, die uns Angst machen, gibt es immer. Aber niemand konnte damals ahnen, dass diese Worte bald zu einem zentralen Leitspruch für viele Christen werden würden.

Beim Schreiben des Liedes stand für mich die Freude über mein Patenkind und das liebevolle Umfeld, in dem es aufwächst, der Sorge um die Zukunft unseres Planeten gegenüber. Jetzt stehen wir alle einer Pandemie gegenüber, die unser gewohntes Leben komplett aus der Bahn wirft. Und das in einer Zeit, in der eigentlich Freude aufkeimen sollte, über den Frühling, das Licht, die Wärme und nicht zuletzt über die Osterbotschaft: Dass Jesus den Tod überwunden hat.

Und in diese Spannung zwischen Freude und Sorgen kommt dieses „Sondern“. Ein „Aber“, das sagt: Auch wenn da handfeste und viele Gründe zum Verzweifeln und Angsthaben sind – Zweifel, Angst und Schrecken haben nicht das letzte Wort! Gott bewirkt etwas ganz Anderes: Er gibt uns Kraft, die Probleme zu schultern, Er lässt uns einander in Liebe begegnen, auch wenn Druck von außen Egoismus und Misstrauen sät, und Er hilft uns, besonnen zu handeln, also mit gesundem Menschenverstand, wenn die Wirren um uns herum Wahnsinn provozieren.

Lasst Euch mit diesem Lied einladen, in dieser Zeit zuversichtlich und mutig zu sein!

Simon Schrape

„Sondern“ (Text u. Musik: Simon Schrape)

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