Politikverdrossenheit?

Im September wurde in Berlin das neue Abgeordnetenhaus gewählt. Zum Wahlverhalten haben auch Christinnen und Christen unterschiedliche Haltungen. Ich höre z.B.: „Meine Stimme zählt ja sowieso nicht.“ Oder: „Von den Parteien kann ich keine wählen.“ Eine Politik-Müdigkeit gibt es auch in christlichen Kirchen, ebenso eine Haltung, „Weltliches“ (was immer das ist) vom „Geistlichen“ trennt. Ein erstaunlicher politischer Stanpunkt findet sich in der Bibel, als  Jeremia an seine Landsleute im fremden Babylon (heute: Irak) schreibt. Im Namen Gottes sagt er: „Sucht das Beste für die Stadt, in die ich euch weggeführt habe, und betet für sie zu Gott." (Altes Testament, Jeremia 29,7) Keine Politikverdrossenheit, sondern der „geistliche“ und der „weltliche“ Bereich gehören zusammen. — Ich bete auch für Politiker. Und dafür, dass das Beste für die Stadt geschieht.

Foto: JGeorg